Kermesbeere

Zuerst habe ich sie nur im Nachbargarten gesehen. Seit dieser Saison ist sie auch bei uns zu finden: die Kermesbeere.

Da ich sie definitiv nicht bewusst angepflanzt, vermehrt, ausgesät habe – müssen wohl Tiere (wahrscheinlich Vögel) für die Verbreitung dieser wuchsfreudigen Pflanze gesorgt haben.
Sie ist sehr leicht an ihrem auffälligen Fruchtstand erkennbar, der sich bis weit in den Herbst hält.

Ich bin selbst noch ganz unentschlossen, wie mit diesem Gewächs verfahren werden soll. Darf die Kermesbeere bleiben, soll sie raus? Ich weiß es nicht.

Kermesbeere
eingewanderte Kermesbeere

Nachtrag: Auf Anraten einer anderen Gartenexpertin (hoffe ich wenigstens) wurde die Kermesbeere noch gestern extrahiert.

Danke Friederieke, Baummörderin …

Friederieke, der letzte große Sturm, der über Deutschland hinwegging – hat auch bei mir für Schäden gesorgt: Der nachbarliche Flieder, aufgrund seines hohen Alters zu einem stattlichen Baum herangewachsen, war dem Sturm nicht gewachsen und so knickte der Hauptstamm weg – und zwar in meinen Garten!

Gottseidank keine größeren Schäden und der Stamm war dann sogar mit der Handsäge (im Winter lagere ich das gute Werkzeug zuhause ein) schnell kleingemacht.

In den Querschnitten konnte ich optisch keine Erkrankung feststellen, aber im Wurzelbereich sah alles etwas brüchig aus. Da war dann auch die Sollbruchstelle, wenn man so will.
Auf meinen Photos habt ihr mal Gelegenheit, das sehr interessante Fliederholz zu betrachten. Welch klar abgetrennten Farbunterschiede, Wachstumsringe gut erkennbar, kleinporiges Holz – ich bin mir sicher, dass man damit noch arbeiten kann. Schließlich soll Friederiekes Opfer nicht umsonst gestorben sein.
Aus dem Geäst will ich dann einen Totholzhaufen bauen, der Heimstatt für Bienen, Hummeln und andere Insekten wird.

Ansonsten zeigte sich der Garten zu diesem Zeitpunkt (25. Januar) in Teilen sehr Vor-Frühlingshaft. Schneeglöckchen draußen, Winterlinge und ein Dutzend Kissenprimeln am Blühen und auch die Triebe mancher Narzissen guckten schon mehrere Zentimeter aus dem Boden.

Wie es aussieht, kommt das dann doch alles etwas zu früh, da die Temperaturen in den letzten Tagen wieder stetig gesunken sind. Laut den Wetterfröschen erwarten wir noch Frost.

Tomatenanzucht

Im Garten ist also noch nicht wirklich was zu machen, aber die Fensterbrett-Saison (wie ich sie nenne) hat eindeutig begonnen. Ich blättere meinen VERN Samenkatalog durch und überlege, zu welchen Tomatensorten ich dieses Jahr greifen soll. Im Februar werde ich dann erste Anzuchtversuche unternehmen. Die Pflänzchen sollen langsam wachsen und sich akklimatisieren. Im Mai können sie dann nach draußen.

Ob ich weitere Sorten von Obst, Gemüse oder Blumen vorziehe, muss ich mir noch überlegen.

So sieht die Kartoffelsorte „Violetta“ gekocht aus

Dieses Jahr wurde ja kartoffeltechnisch experimentiert. 5 verschiedene und zum Teil nur noch selten angebaute Kartoffelsorten bevölkerten die Beete. Darunter war auch Violetta, von der ich jetzt mal ein Bild im gekochten Zustand veröffentliche.

So sieht die Kartoffelsorte „Violetta“ gekocht aus weiterlesen

Die Jungfer im Grünen – ein Überraschungsgast

Ich kann mich nicht erinnern, eine Jungfer im Grünen (oder auch Gretel im Busch genannt) ausgesät zu haben. Noch gab es zuvor irgendwelche Altbestände.

Und nun entdeckte ich zu Füßen des Apfelbaums diese bizarre Blüte. Muss wohl eine Selbstaussaat von weiter her oder durch Vogelschiss gewesen sein. Da ich sie als Blume sehr interessant finde, kann sie ruhig bleiben, weshalb ich sie beim letzten Rasenmähen ausgenommen habe.

Jungfer im Grünen
Jungfer im Grünen