Senga Sengana Erdbeere

Erdbeersorten Mieze Schindler, Senga Sengana und Ostara

Nachdem ich wusste, dass die Erdbeeren des Vorbesitzers bereits seit 4 oder sogar 5 Jahre dasselbe Beet belegten und ich nur raten konnte, die wievielten Ableger der Originalpflanzen das inzwischen waren – mussten einfach neue Pflanzen eingebracht werden. Frisches Blut, sozusagen.

Für 70 Cent pro Pflanze habe ich bei einem Gärtner auf dem Markt zugeschlagen. Um uns gegen alle Widrigkeiten abzusichern, haben wir mit der Mieze Schindler, der Senga Sengana und der Ostara drei sehr unterschiedliche Sorten gewählt. Wenn eine davon mal ein schlechtes Jahr hat, können die anderen das vielleicht auffangen.

Bei der Mieze Schindler war ich zu Beginn etwas mißtrauisch. Diese Sorte aus Großmutters Zeiten gilt zwar als wiederentdeckte Liebhabersorte und feiert vor allem unter der Neuzüchtung Mieze Nova ein respektables Comeback, aber andererseits ist sie auch die Mimose unter den Erdbeeren und soll zudem sehr krankheitsanfällig sein. Der Gärtner erklärte mir aber, dass die Sorte inzwischen auf Robustheit gezüchtet wurde und meine Bedenken mittlerweile unbegründet seien. Nun, wir werden sehen.
Jedenfalls benötigt Mieze Schindler immer noch eine weitere Befruchtersorte.
Sie duftet und schmeckt nach einer Mischung als Walderdbeere und Himbeere. Die Mieze Nova hat diese Geschmacksrichtung leider verloren und kam daher nicht in Betracht.

Die Senga Sengana ist das Arbeitstier unter den Erdbeersorten, der Allrounder. Sie ist wahrscheinlich die am häufigsten angebaute Erdbeere, sei es nun in Privatgärten oder im Vertragsanbau. Schon unsere Groß- und Urgroßeltern setzten auf diese verlässliche Sorte. Als Naschobst direkt in den Mund oder zum Verkochen, diese Sorte ist für fast alle Einsatzzwecke gleichermaßen geeignet.

Mit der Ostara haben wir uns eine Art dauerfruchtende Monatserdbeere in den Garten geholt. Über diese Sorte weiß ich recht wenig und lasse mich überraschen.

Beim Einpflanzen muss man nicht viel beachten. Neue Pflanzen sollten nicht in Beete, auf denen schon vorher Erdbeeren gestanden haben. Wenn der Nährstoffgehalt des Bodens es verlangt, kann mit halbreifem Kompost oder auch Hornspänen im Herbst vorgedüngt werden. Meistens ist das aber nicht nötig.
Vom Zeitpunkt her sollte man sie nicht zu spät einpflanzen, da sie noch gut anwachsen sollen, bevor es in die Winterpause geht. Sollten sich noch Ableger bilden, sind diese umgehend zu entfernen, damit die Pflanze ihre Kraft nicht vergeudet.

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