Für viele begann der „richtige“ Frühling am 30. März bzw. schon einen Tag zuvor.

Aber der Samstag belohnte die Gärtner mit einem Bombenwetter. Ich war natürlich auch auf der heimischen Scholle und habe mich etwas betätigt. Wie ihr an den Bildern seht, tut sich schon so Einiges. Die verblühten Fetthennen und Herbstastern mussten nun weg und die Herrin des Gartens fand einen neuen Rhabarber, der gepflanzt werden musste. Der Bestands-Rhabarber schiebt aber auch schon fleißig. Viele Leute können es ja nicht abwarten und beschleunigen seinen Trieb mittels dunkler Töpfe oder anderer lichtundurchlässiger Gefäße. Das kann man so machen, allerdings setzt es die Pflanze unnötigen Streß aus. Erstaunt bin ich, wie weit diese eine Sorte des Riesen-Alliums schon ist. Neben der Schwarzen Johannisbeere sind auch die Stachelbeeren sehr weit mit ihrem Blattgrün. Nur das Photo davon ist Murks gewesen.

Zeit sich Gedanken zu machen, was die nächsten Arbeitsschritte im nun startenden April sein könnten.

  • Als erstes haben wir da den Rosenschnitt. Rosen und andere Weichholzarten soll man zurückschneiden, sobald die Forsythie blüht. Hat sie bei uns schon ab Mitte/Ende März, von daher schon erledigt. Steht das aber noch an: nur Mut. Und gleich die Abdeckungen (Tannenreisig, Erde) entfernen.
    Merken: Erfrorene und vertrocknete Triebe ganz wegschneiden. Wildtriebe entfernen. Beet- und Edelrosen auf 3-4 Augen pro Trieb zurückschneiden. Strauchrosen um etwa ein Drittel. Kletterrosen in den ersten Jahren gar nicht, dann ausdünnen und Formschnitt.
  • Der Obstbaumschnitt vor allem bei Äpfeln sollte so langsam nun abgeschlossen sein. Der Kaiser Wilhelm treibt sogar schon. Normalerweise habe ich da noch bis in den April Zeit.
  • Falls ihr Sträucher, Bäume oder Stauden im Herbst nicht mehr pflanzen konntet, ist jetzt die zweitbeste Gelegenheit dazu. Alte Wurzelstauden wie z.B. Rhabarber können jetzt noch geteilt oder umgesetzt werden.
  • Die aus dem Herbst des Vorjahres übrig gebliebenen Blüten- oder Fruchtstände von Astern und Co. haben ihre Schuldigkeit getan. Sie können jetzt entfernt werden und den frischen Trieben Platz machen.
  • Nach Jahren, wo es ein starkes Mooswachstum gab, kann man die vertrockneten Reste nun einfach absammeln oder abharken und entsorgen.
  • Der Rasen möchte jetzt gern vertikutiert werden.
  • Beete freuen sich über eine reichliche Gabe von Kompost oder auch Hornspänen als Dünger.
  • Entsorgt das letzte Herbstlaub. Nicht unbedingt auf den Kompost, denn oftmals haften den Blättern Krankheitserreger an, die ihr dann mit der Komposterde im ganzen Garten verteilt.
  • Wer nicht warten möchte, sollte jetzt das erste Gemüse säen. Aber Achtung: Säst mi im April, komm i wann i will

Vom dramatischen Rückgang der Insektenpopulation habt ihr sicher schon gehört. Man kommt um dieses Thema eigentlich schon gar nicht mehr herum. Die industriell betriebene Landwirtschaft im Zaum zu halten, ist das Eine – aber auch Kleingärtner können etwas tun. Sollten es sogar.
Baut Insektenhotels oder Nisthilfen für Schwebfliegen, Wilde Bienen und Hummeln, Käfer oder anderes Getier. Soviel Platz ist in jedem Garten. Aber lasst euch nicht zur reinen Gewissensberuhigung mit billigen (und sicher gut gemeinten) Insektenhotels aus dem Baumarkt abspeisen.

Und natürlich geht es in der Hauptsache um das Wohlbefinden des Gärtners. Tische und Stühle finden langsam den Weg nach draußen und können bei der Gelegenheit gereinigt und eventuell geölt werden. Ein erstes ausgiebiges Sonnenbad sollte man sich gönnen.

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