Was ihr im Herbst im Garten tun solltet – Teil 5

Gartengeräte und -werkzeuge für den Winter einlagern.

Auch wenn es im Herbst noch einmal zu verstärkter Aktivität im Garten kommen kann – die Vegetationsphase ist im Prinzip vorbei und der Großteil der Gartengeräte und -werkzeuge kann für die Überwinterung vorbereitet werden.

Was ihr eigentlich nur machen müsst, ist die Werkzeuge und Geräte säubern, aus motorbetriebenen Geräten wie Benzinrasenmähern den Treibstoff ablassen, alles noch einmal einölen bzw. mit Pflegemitteln behandeln (Holzstiele von Spaten bspw.) und sicher im Werkzeugschuppen verstauen.

Leider ist auch dem Diebsgesindel bekannt, dass der Winter nicht mehr so die Gartenzeit ist. Aufgrund der geringen Anwesenheitsdichte von Gärtnern und Gärtnerinnen ist die Aussicht auf Beute vielversprechend. In einigen Gartenanlagen gibt es noch den Rentner mit viel Zeit, der täglich einen Rundgang durch die Gartensparte macht und auf alles einen prüfenden Blick hält, aber übernachten tut jetzt eh niemand mehr und eine 24/7 Sicherung ist nicht zu gewährleisten. Deshalb nehme ich zum Beispiel die hochpreisigen Gerätschaften gleich mit nach Hause. Es ist leider nötig geworden.

Was ihr im Herbst im Garten tun solltet – Teil 4

Dahlien Zwiebeln aus dem Boden holen.

Dahlien oder altdeutsch „Georginen“ sind das Sinnbild des Spätsommergartens schlechthin. Seit sie im 19. Jahrhundert die Bauerngärten erobert haben, wurde eine ganze Bandbreite an Wuchs-, Farb- und Blütenformen gezüchtet. Es ist wirklich für jeden was dabei.
Persönlich kann ich keine Dahlien pflanzen, weil meine Erdschicht nur sehr dünn ist und ich damit die nötige Tiefe für die Knollen nicht erreiche.

Dahlien halten im allgemeinen lange durch. Ist es ein recht sonniger und milder Herbst, kann man sie bis in den Oktober blühen sehen. Vor den ersten Frösten sollte man die Zwiebeln allerdings aus dem Boden holen und einlagern. Diesen Moment abzupassen ist manchmal knifflig, weshalb ich der Ansicht bin: besser eher als später.

Die Knollen werden dabei ausgegraben, von Erde und Schmutz befreit, getrocknet und dann an einem kühlen und dunklen Ort eingelagert. Eine Kiste ist meistens ausreichend. Man könnte sie auch noch mit Sand ausschlagen. Viele benutzen auch Zeitungspapier, Sägespäne oder andere Materialien. Einfach ausprobieren, sage ich da nur.
Wichtig ist, dass dieser Ort frostsicher ist.
Zwischendurch kann man immer kontrollieren, welche Zwiebel es nicht über den Winter schafft und aussortieren.

Was ihr im Herbst im Garten tun solltet – Teil 3

Umgraben.

In Teil 1 und 2 dieser Artikelserie haben wir uns mit Arbeiten wie dem Heckenschnitt, Rasenmähen und dem Einpflanzen von Bäumen und Sträuchern beschäftigt.

Nun folgt eine meiner Lieblingstätigkeiten …

Gut, das ist leicht geschwindelt. Ich mag Umgraben nicht, weil im Garten ein schwerer Boden liegt und dieser immer nass und schwer ist, wenn ich mal Zeit für das Umgraben finde.

Im Grund bin ich gar nicht so sehr der Freund des großflächigen Umgrabens. Bei leichten bis mittleren Böden erübrigt sich das und viele Gärtner sind dazu übergegangen, mit einer Hacke oder Sauzahn den Boden nur aufzulockern.

Nun ja.

Ich sage mal, die Macht der Rituale.

Wann sollte man Umgraben?

Die meisten Leute graben meiner Meinung nach zu früh um. Ich sehe bei uns in der Gartenanlage schon umgegrabene Beete, da ist es gerade mal Mitte September.
Auch wenn die Hauptfrucht durch sein sollte, eine Nachfrucht geht immer noch und wenn man einfach etwas Gründünger auf die Beete wirft.
Ich warte immer bis nach dem ersten richtigen Bodenfrost. Solange gebe ich den Nacktschnecken Zeit und Gelegenheit, ihre Eier in geschützte Erdspalten oder Löcher im Boden abzulegen. Wenn ich dann umgrabe, die ganze Brut an die Luft bringe, kann der nächste Frost einem Großteil davon den Garaus machen. Die Schnecken sind durch die kalten Temperaturen inaktiv und zu einer erneuten Eiablage nicht mehr imstande.

Bevor ihr umgrabt, sollten alle unerwünschten Pflanzen (oldschool: Unkraut) aus dem Boden entfernt werden. Die meisten Unkräuter sind zäh und überleben so eine Tortur spielend.

Spaten ist doch Spaten oder?

Ganz klar, wenn man nicht mit einer Grabgabel oder einem Sauzahn arbeitet, ist der Spaten das Werkzeug der Wahl beim Umgraben. Es gibt verschiedene Spatentypen, je nach umzugrabenden Boden. Das wirklich wichtigste Merkmal, auf das ihr achten solltet, ist die Länge des Stiels. Wenn der Stiel zu lang oder kurz ist, macht ihr euch den Rücken kaputt.
Dann braucht das Spatenblatt ausgeprägte Trittfalze, damit ihr zusätzlich euer Körpergewicht einsetzen könnt. Unbedingt festes Schuhwerk tragen (hier kommt es auf die Sohle an). Ihr solltet die Trittfalze nicht an euren Fußsohlen spüren. Eure Füße werden es euch später danken.

Nach dem Umgraben

Wenn man will und gerade Kompost oder Mist zur Verfügung hat, kann man den nach dem Umgraben auf- bzw. einbringen. Bitte nicht untergraben, als ob man eine Schatzkiste vergräbt. Er braucht Sauerstoff.

Der Spaten wird nach dem Umgraben gesäubert, eingeölt und im Werkzeugschuppen (oder wo auch immer man die Geräte lagert) verstaut.

Den Rest der Arbeit erledigt der Frost im Winter. Sofern es so etwas nochmal geben wird.

Was ihr im Herbst im Garten tun solltet – Teil 2

Auch dem Herbst kann man schöne Momente abgewinnen und nebenher einen Großteil anstehender Arbeiten erledigen.

Der erste Teil meiner kleinen Artikelserie „Was ihr im Herbst im Garten tun solltet“ behandelte das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern und Teilen von Staudengewächsen.

Hier geht es jetzt um den letzten Heckenschnitt und das letztmalige Mähen des Rasens.

Jetzt im Herbst bin ich unbesorgt, was brütende Vögel in meiner Ligusterhecke betrifft. Auch sind die Temperaturen mittlerweile recht erträglich und die vor der Hecke stehenden Johannis- und Stachelbeersträucher längst abgeerntet und in ihre Ruhephase getreten.

Die rechte Zeit, um meinen kleinen Freund, die Akku betriebene Heckenschere von Bosch in die Hand zu nehmen und mich dem ausufernden Ungetüm zu widmen. Ich sag mal so: eine Heckenschere ist besser als keine Heckenschere. Und eine Akku- oder Benzin-betriebene Heckenschere ist immer besser als eine mit Kabel. Bewegungsfreiheit beim Heckeschneiden kann nicht hoch genug bewertet werden.

Ich bin ja sonst auf Bosch genordet, aber Makita bietet auch Qualität zu einem super Preis-Leistungsverhältnis:

Makita Akku-Heckenschere (ohne Akku, ohne Ladegerät)

Eine Hecke sollte sich nach oben hin verjüngen, also den Schnitt an den Seiten nicht genau senkrecht durchführen. Es hilft zumindest, wenn man schon eine senkrechte Wand als Vorgabe hat, im letzten Viertel einen Winkel reinzubringen.
Wenn die gewöhnliche Hecke an der Basis zu sehr vergreist, lohnt es sich zu überlegen, ob man sie nicht ganz auf den Stock setzen sollte.

Richtig gehäckselt ist der Heckenschnitt eine wunderbare Gabe für den Komposthaufen – aber jetzt mitten im Herbst ist zu wenig Aktivität in meinem Kompost, so dass ich das Material dann doch zum kommunalen Entsorger fahre.

Anders sieht es beim Rasen aus, dessen letzten Schnitt ich auch so Mitte Oktober anpeile. Rasen zersetzt sich schnell, weshalb er noch auf den Kompost kommt.
Bei der Gelegenheit kann man noch einmal vertikutieren, falls der Rasen im Sommer durch Moos und Klee zu sehr verkrautet wurde (in diesem Sommer mussten wir allerdings froh sein, dass dort überhaupt etwas überlebte).
Es empfiehlt sich sehr, den Blattfall der Bäume im Auge zu behalten. Ich erledige das mit dem Rasenmähen gern vorher, so dass sich die ganzen Blätter (bei mir stehen da zwei Apfelbäume) leichter wegharken lassen, als wenn der Rasen noch ungemäht ist.

Was ihr dafür benutzt, ist eigentlich wurscht und euch überlassen. So ein knatternder Benzin-Mäher ist nur nötig, wenn die Rasenfläche von der Stromversorgung zu weit entfernt liegt oder durch andere Pflanzungen schwer zugänglich ist. Überall das Kabel mitzuschleifen ist mühselig (siehe Heckenschnitt). Mittlerweile gibt es ja auch Elektromäher mit Akku-Antrieb, die recht erschwinglich geworden sind und eine ganz passable Reichweite haben, wenn man mit Wechselakku arbeitet.

Die Rückkehr zur Sense macht nur Sinn, wenn es sich um eine Wiese handelt. Eine zugegebenermaßen romantische Vorstellung, aber schwer umzusetzen. In Gartenvereinen schon mal gar nicht, weil die Argusaugen des Vorstandes sehen alles und eine blühende Wiese mit – igitt – Wildblumen und -kräutern ist nicht gern gesehen. Die Natur könnte noch auf die Idee mit der Aussaat durch Wind kommen!

Da wo nach dem Mähen Löcher im Rasen sichtbar werden, kann auch jetzt noch problemlos nachgesät werden.

Dieser Artikel kann Spuren von Verbraucherhinweisen (auf altdeutsch: Werbung) enthalten.

Ramba-Zamba im Garten

Es ist bereits Mitte April und ich bin sehr nachlässig gewesen, was die Saisonvorbereitung im Garten betrifft. Durch den verspäteten Wintereinbruch ist das aber auch nicht weiter schlimm, die Natur trödelt genauso wie ich 🙂

Erste Amtshandlung war das Entfernen der Rosen-Abdeckung und das Zurückschneiden derselben. Zeitlich genau richtig, denn aktuell blühen die Forsythien.

Mitte April: Forsythie in Blüte
Forsythienblüte

Ich bin immer wieder erstaunt, wie langlebig die Zweige der Nadelbäume sind, auch wenn sie seit Herbst des Vorjahres abgeschnitten auf den Beeten liegen.

Nach dem Rosenschnitt kamen die Überbleibsel der Fetthennen, Herbstastern, Cosmea, Lavendel und Sonnenhut dran. Das breitgelegene Blättergewühl der Taglilien bot auch keinen schönen Anblick mehr.

Der Rhabarber schiebt! Die Blätter der Stachelbeeren sind komplett draußen und auch die Johannisbeeren ziehen nach.

Den Totholzhaufen für Insekten aller Art errichte ich bei einer nächsten Gelegenheit. Material dafür habe ich genug, denn der Wintersturm hatte mit dem Fliederbaum des Nachbarn ein großes Opfer. Den übernächsten Nachbarn sind ihre 2 Bienenvölker über den Winter weggestorben. Ich denke mal, ab 10 Völkern ist man heute statistisch auf der sicheren Seite.
Verschiedene Hummeln und Wildbienen schwirren ja schon herum, Honigbienen wie auch die letzten Jahre selten. Betrüblich.

Ob es die Pfingstrosen rechtzeitig schaffen? Ich denke schon. Die Triebe sind vielversprechend lang und auch die schwertförmigen Blätter der Bartiris schieben sich dem Licht entgegen.

Sehr schön. Die Pflaume erblüht gerade und die Süßkirsche im Nachbargarten braucht auch nur noch ein paar Tage. Bei den Apfelbäumen schicken sich die Knospen an, aufzubrechen und die frischen Blätter zu entlassen.

Pflaume beginnt zu blühen
Pflaume beginnt zu blühen

Wie jedes Jahr – immer die Frage: was bauen wir heuer an? Bei so einer kleinen Nutzfläche würde man meinen, dass das keine große Sache ist. Aber gerade dann! Muss man sich doch schweren Herzens für drei, vier Sorten entscheiden und sehnsüchtig an all das Obst und Gemüse denken, was man nicht berücksichtigen konnte.
Was bei mir gesetzt ist, sind Erdbeeren, Kartoffeln und Rote Beete.

Viel zu tun - April im Garten
Viel zu tun – April im Garten

Welche Amtshandlung meinerseits auch immer ein untrügliches Zeichen des Saisonstarts ist: Zudrehen der Wasserhähne und Wiederverbinden der Zuleitung für das Brauchwasser in der Gartenlaube. Die wird vor dem Winter immer auseinandergeschraubt, damit man in diesem Bereich das Wasser in den Rohren ablassen kann und eventuellen Frostschäden vorbeugt.

Momentan herrscht tatsächlich so etwas wie Fluktuation in der Gartenanlage. Gartenfreunde geben ihren Garten ab, junge Leute kommen hinzu und übernehmen. Davor war die Zusammensetzung der Gartenpächter über lange Zeiträume sehr robust. Das soll aber nur hier so laufen, in anderen Gartenvereinen und Orten soll man Mühe haben, die Gärten an den Mann oder die Frau zu bringen.
Ich weiß noch nicht, ob mir soviel Veränderung liegt, auch wenn ich mit den wenigsten Nachbarn wirklich etwas zu tun habe.

Die Gartenarbeit bequemer machen – mit der Songmics Kniebank

Erst kürzlich bestellte jemand über meinen Amazon Kanal ein Produkt, was meine Aufmerksamkeit geweckt hat. Die Songmics Kniebank GGK01G, die ich euch hier etwas näher vorstellen möchte.

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Apfelbäume ganz in Weiß

Die ganze Woche war von schweisstreibender Gartenarbeit geprägt. Zahlreiche Stauden wurden gekauft und mussten eingepfanzt werden. Nach einem Besuch bei der Gärtnerei Kühr in Tiefthal bei Erfurt (empfehlenswert) kamen auch noch Herbstanemonen und zwei Rosen der Sorte New Dawn hinzu. Bis auf die Rosen hat auch alles seinen Platz gefunden. Heute standen dann noch ganz andere Tätigkeiten an. Die führten unter anderem dazu, dass die Apfelbäume und der Pflaumenbaum in weißem Glanz erstrahlten.
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Gießen, aber richtig

Gießen – also die Pflanzen im Garten mit zusätzlichem Wasser versorgen: das klingt so derart einfach, dass sich mancher fragt, ob man darüber einen Artikel schreiben muss. Nun ja, muss nicht … aber kann.
Denn Gießen ist tatsächlich eine Kunst. Und wer sie nicht beherrscht, macht mehr kaputt als dass er seinen Gartenpflanzen etwas Gutes tut.
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