Was ihr im Herbst im Garten tun solltet – Teil 1

Anfang Oktober – der Herbst ist längst da. Noch hat die Sonne ausreichend Kraft, uns ein paar Stunden am Tag milde Temperaturen und etwas Sonnenschein zu schenken.

Nichtsdestotrotz ist es an der Zeit, sich für den Saisonabschluss – sprich den Winter – zu rüsten.

Was kann man abgesehen von schönen Stunden genießen, noch im Herbstgarten erledigen?

Bäume, Sträucher und Stauden pflanzen bzw. teilen oder umsetzen

Der Boden ist noch recht warm, eventuell auftretender Bodenfrost hat noch keine Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Wurzeln und Knollen unterhalb der Erdoberfläche. Unter diesen Bedingungen können neue Bäume oder auch Sträucher gepflanzt, Stauden geteilt oder Pflanzen umgesetzt werden.

Die neu gepflanzten Bäume und Sträucher können noch neue Wurzeln ausbilden und sich an den Boden gewöhnen. Für ein Triebwachstum reichen die Bedingungen meist nicht mehr aus, was von Vorteil ist. Diese frischen Triebe hätten sich nicht mehr stark genug entwickeln können, um den Winter zu überstehen. Sie wären weggefroren und die Pflanze hätte sich geärgert, diese Energie nicht in Wurzelwachstum investiert zu haben.

Bäume oder Sträucher werden entweder in Containern oder als wurzelnackte Ware verkauft. Wurzelnackt ist günstiger, hier müssen aber oftmals die Wurzeln eingekürzt werden, was bei den Pflanzen im Container logischerweise entfällt.
Es empfiehlt sich immer, den Pflanzen ein wenig Startenergie mit auf den Weg zu geben, das Pflanzloch also mit Kompost und etwas Dünger (Hörnspäne machen sich gut) aufzufüllen. Früher hat man die nackten Wurzeln noch in Lehmbrühe getaucht, aber ich kenne niemanden mehr, der das heute noch macht. Und ganz ganz früher, wurde ein Seefisch mit verbuddelt, der den Wurzeln den nötigen Phosphor und andere Spurenelemente lieferte.

Das Pflanzloch hebt ihr doppelt so breit und tief aus, wie das Wurzelballen an Volumen einnimmt. Man liest ja viel über die Pflanztiefe der veredelten Stelle – ich halte es so, dass sie (Handbreit) unter die Erde kommt, um eventuellen Erfrierungen vorzubeugen. Wenn die erfriert, ist die Pflanze wertlos, da dann nur noch Wildtriebe der unveredelten Unterlage hochkommen.

Stauden teilt man allgemeinhin mit einem scharfen Spaten. Rhabarber oder Liebstöckel sind klassische Kandidaten. Viele Stauden halten es lange an ihrem Standort aus und reagieren ungehalten über einen Standortwechsel. Pfingstrosen (Päonien) sind da ein gutes Beispiel. Bevor man hier die ganze Pflanze umsetzt, könnte man einen Teil des Wurzelgeflechts an Ort und Stelle belassen.