Warum ein frühlingshafter Winter den Pflanzen schaden kann

Nicht wenige Menschen da draussen freuen sich darüber, dass der Winter bis jetzt recht harmlos war. Mal abgesehen von den Bewohnern der amerikanischen Ostküste und Kanadas.

Allerdings kann das Fehlen von Frosttemperaturen für die Gartenpflanzen noch ein böses Ende nehmen.

Es gibt Pflanzen, die keimen erst, wenn sie Frost erhalten haben. Andere Arten benötigen tiefe Temperaturen, um überhaupt wieder auszutreiben. Die müssen also regelrecht Winterschlaf halten.

Wieder andere Pflanzen werden von Mutter Natur durch die milden Temperaturen verschaukelt und denken, es sei schon Frühling, Da wird dann fleissig ausgetrieben und es werden Blüten angesetzt. Sollte dann doch noch der Frost kommen, sind die ganzen Blüten und Triebe erfroren – die Pflanze kann einen Kälteschock erleiden. Das führt im Allgemeinen dazu, dass die betreffenden Pflanzenteile absterben; auch wenn viele Arten sich davon erholen und dann einfach noch einmal neue Blüten ansetzen.

So schön das also auch sein mag, dass sich der Januar (und der Dezember auch schon) so frühlingshaft anfühlt – es ist nicht die richtige Zeit dafür. Im Januar benötigen die Pflanzen eine lang anhaltende Frostperiode und eine möglichst geschlossene Schneedecke, damit der Frost nicht allzu schlimm im Boden wüten kann.
Auch in Sachen Ungeziefer und Schadinsekten sind die viel zu hohen Temperaturen mit Sorge zu betrachten. Schließlich sorgt ein strenger Winter auch dafür, dass ein Großteil der Insekten nicht überlebt und uns in der Folgesaison nerven kann.

Und was kann man gegen die Wärme tun?

Leider Nichts. Mir ist zumindest keine Möglichkeit bekannt, mit der man die Pflanzen am Aufblühen und Austreiben hindern kann. Im umgekehrten Fall könnte man die Pflanzen mit Vlies oder Folie einpacken, aber kühlen?

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