Ende Februar begann eine ausgeprägte Phase des Vorfrühlings, die nun schon seit gut zwei Wochen anhält. Nachdem die Temperaturen erstmals die 10-Grad-Marke überschritten hatten, stellten sie sich recht konstant um die 15 Grad ein – begleitet von viel Sonnenschein. Für mich war das natürlich eine Einladung zur Gartenarbeit, der ich nur allzu gern gefolgt bin. Am 16. Februar hatten wir noch einen Tag mit frisch gefallenem Schnee und fünf Tage darauf war ich das erste Mal im Garten.
Meine eigentlichen gärtnerischen Arbeiten beschränkten sich zunächst darauf, vertrocknete Pflanzenreste und alte Samenstände zu entfernen, etwa von Fetthenne, Taglilien oder Astern. Zum Schneiden der Obstbäume bin ich bislang noch gar nicht gekommen.
Den größten Teil der Zeit verbrachte ich ohnehin an der Laube, genauer gesagt am Dach. Dort mussten einige uralte „Konstruktionen“ der Vorbesitzer entfernt und verschiedenes Baumaterial entsorgt werden. Das erwies sich als eine recht langwierige Arbeit, die gewissermaßen Schraube für Schraube voranging. Aber besser jetzt erledigen als im Hochsommer bei 30 Grad und brennender Sonne.
Bei einem Besuch Ende Februar sah ich dann auch die ersten Honigbienen fliegen. Zu dieser frühen Zeit konzentrieren sie sich fast vollständig auf die Winterlinge. Später kommen dann Krokusse sowie Christ- und Lenzrosen hinzu.






Am lautesten machen sich derzeit die Meisen bemerkbar. Ich habe wieder ein paar Knödel aufgehängt, die dankbar angenommen werden. Hin und wieder zieht auch schon ein Rotmilan seine Kreise über dem Gelände und hält Ausschau nach Beute.
Wie es nun weitergeht, wird sich zeigen. Die Blütezeit von Winterlingen und Schneeglöckchen wird bald vorüber sein. Doch schon jetzt schieben sich die ersten Triebe von Narzissen und Tulpen durch die Erde.
Ich war überrascht, wie groß und weit die Knospen der Süßkirsche bereits Anfang März waren. Und eingebracht haben wir auch etwas. Ist zwar nicht die Zeit, aber das Beet musste ohnehin bepflanzt werden und von Beginn an waren dort Erdbeeren vorgesehen. Nun bevölkern Mieze Schindler, Senga Sengana und Korono dieses Fleckchen Land.
Ich muss sehen, wie es zukünftig um meine Motivation bestellt ist. Leider habe ich Anfang des Jahres meine Mama verloren und bin da in ein mentales Loch gefallen. Es ist nun niemand mehr da, dem ich von den vielen kleinen Geschichten und Erlebnissen im Garten berichten kann.
Und die Frühjahrssonne in der Birke mochte wie ein letzter Gruß erscheinen.



