Schnecken, Ausgrabungen und eine kleine Ernte

Es ist mal wieder Zeit für einen Gartenbericht. Thema Heute sind Schnecken, verschiedene Ausgrabungen und die erste Ernte der Saison.

Mittlerweile ist der Frühling in seiner Blütephase vorbei. Die Kirschen sind schon längst abgeblüht, Birne und Pflaume auch. Höchsten an den Apfelbäumen hängen noch ein paar wohlriechende Blüten. Die Forsythien sind durch, Beerensträucher wie Johannisbeere und Stachelbeere ebenso – an schattigen Plätzen halten sich noch ein paar Traubenhyazinthen. Das Blattgrün hat zwar noch einen frischen Grünton, entwickelt sich aber langsam zur grünen Hölle des Frühsommers. Und das Anfang Mai! Wir sind heuer ca. 3 – 4 Wochen der Zeit voraus. Das birgt natürlich auch einige Gefahren. Ich denke da nur an die Eisheiligen. Auch wenn uns der April mit warmen Temperaturen verwöhnt hat, ich lasse mich nicht zu voreiligen Pflanzungen oder Aussaaten verleiten.

Schnecken im Garten

Ich habe nichts gegen Schnecken. Auch nicht im Garten. Solange es sich im harmlose Garten- oder Bänderschnecken handelt. Die gehören einfach dazu. Im Garten krauchen so einige dicke Brummer herum, die ich aber eher amüsiert zur Kenntnis nehme. Mehr Sorgen bereiten mir die gefräßigen Nacktschnecken. Bis jetzt habe ich nur einige ihrer Schleimspuren entdeckt und sobald sie öfter auftauchen und die Pflanzen bedrohen, muss ich mir was einfallen lassen. Soll ich dann eher auf Schneckenzäune und Schneckenkorn setzen?

Ausgrabungen

Mit Ausgrabungen habe ich mich auch wieder beschäftigt. Allerdings keine archäologischen. Dieses Mal mussten einige Ilexe (oder Mahonien, wie sie richtig heissen) und ein Lebensbaum dran glauben. Der Lebensbaum war noch recht einfach. Mit dem Spaten einen Aushub in genügend großem Abstand und gut ist. Das Entfernen von Mahonien ist allerdings eine Strafe für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat. Mit ihren widerstandsfähigen, ledrigen Wurzeln sind sie so standfest im Boden verankert, dass ein komplettes Entfernen der Pflanze und all ihrer Bestandteile fast unmöglich ist. Die Wurzeln reichen nicht nur tief in die Erde, auch seitlich breiten sie sich aus. Selbst wenn ich mich mit beiden Beinen auf den Spaten stelle, ist es schwer, die Wurzeln zu durchtrennen. Bei den Hauptwurzeln klappt das schon gar nicht. Da entfernt man drumherum die Erde und rückt dem Ganzen mit einer Astschere zu Leibe.

Ernten

Auch wenn es noch recht zeitig im Jahr ist – eine Ernte ist dennoch möglich. Bei mir auf dem Speiseplan stehen Gerichte, für die man Rhabaraber, Schnittlauch, Waldmeister und Pfefferminze benötigt. Denn genau diese Pflanzen stehen gerade zur Verfügung. Rhabarber ist sowieso eine der klassischen Gartenpflanzen. Die muss jeder Gärtner bei sich zu stehen haben. Da lassen sich köstliche Rhabarberkuchen mit backen oder als Marmelade einkochen oder einfach nur so als Kompott.
Mit Waldmeister wird die klassische Maibowle angesetzt. Dazu den Waldmeister pflücken, solange er noch nicht blüht und (wichtig) einen Tag anwelken lassen. Erst dann setzt er sein Aroma frei. Aber nicht zuviel verwenden, der im Waldmeister enthaltene Geschmacksstoff Cumarin kann Kopfschmerzen auslösen und Übelkeit erzeugen.
Zu den Verwendungsmöglichkeiten von Schnittlauch brauche ich nicht viel zu schreiben. Mir schmeckt er vor allem klassisch auf dem Butterbrot oder als Bestandteil einer selbstgemachten Kräuterbutter.
Pfefferminze wuchert wie wild. Man kann jeden Tag etwas ernten. Für eine Kanne frisch gebrühten Tee reicht es immer.

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