Hängematte zwischen zwei Bäumen

Bei Hitze im Garten

Temperaturen, die locker die 30 Grad Marke überschreiten, Pflanzen die nach Wasser dürsten und Gärtner, denen bei jeder Bewegung der Schweiss aus alle Poren dringt. Wie übersteht man solche Hundstage im Garten?

Gießen bei Hitze

Natürlich, alle Pflanzen brauchen bei Hitze noch mehr Wasser – also muss man für eine ausreichende Bewässerung sorgen. Reichlich ungeschickt wäre es, zum Zeitpunkt der größen Hitze zu gießen. Das Wasser verdunstet, bevor es ausreichend tief in den Boden versickern kann. Kleine Wassertropen auf den Blättern wirken wie Vergrößerungslupen und hinterlassen „Brandschäden“.

Trockenheits-Risse im Erdboden
Trockenheits-Risse im Erdboden

Am einfachsten ist es daher, in den frühen Morgen- oder Abendstunden zu gießen.
Das morgendliche Gießen ist dabei vorteilhafter, weil das Wasser auf den Pflanzen tagsüber abtrocknen kann, während das abendliche Gießen die Schnecken anzieht.
Wenn man dann noch den Boden regelmäßig auflockert (Hacke oder Grubber), so dass das Gießwasser besser eindringen kann und die Kapillarröhren zerstört werden (die die Austrockung des Bodens beschleunigen), ist auch das Gießen an Hitzetagen kein Problem mehr.
Dem richtigen Gießen im Garten habe ich einen eigenen Artikel gewidmet.

Sonnenschutz und Anstrengungen vermeiden

Der Gärtner selbst hüte sich, bei solchen Temperaturen einer anstrengenden Tätigkeit nachzugehen. Zumindest ist jetzt Sonnenschutz in Form von Creme oder einer Kopfbedeckung (klassisch: der Gärtnerhut aus Stroh) Pflicht. Nicht wenige Menschen haben ihren Leichtsinn oder die Unterschätzung der Wärme mit einem Hitzestich oder schlimmeren bezahlt.
Zum Zeitpunkt der größten Hitze (Nachmittagsstunden) ziehe man sich in ein schattiges Plätzchen zurück und mache ein paar Stunden Siesta. Ich habe die Hängematte unter den Apfelbäumen für solche Zeiten für mich entdeckt.

Auch den Tieren etwas Gutes tun

Unsere natürlichen Verbündeten im Garten, vor allem die Vögel, kämpfen auch mit den hohen Temperaturen. Einfach eine spontane Vogeltränke bauen und an einem geschützten Platz aufstellen. Die Tiere danken es einem mit jedem vertilgten Schädling.

Essen und Trinken

Auch für uns heisst es viel trinken. Dabei auf Alkoholhaltige Getränke verzichten und eher zu Mineralwasser und ungesüssten Fruchstsäften greifen. Sehr gut macht sich ein selbst angesetzter Eistee oder auch ein Eiskaffee. Köstlich. Ich bereite jetzt immer einen Apfeltee selbst zu. Einfach die Apfelschalen in reichlich Wasser aufkochen, abkühlen lassen und ein paar Minzblätter hinzugeben. Gekühlt schmeckt das 1a.
Der Hunger nach deftigem Essen ist bei hohen Temperaturen ohnehin schwach ausgeprägt. Zumindest bei mir. Eine gekühlte Wassermelone, eine angesetzte Fruchtsuppe aus Kirschen, Johannisbeeren, Stachelbeeren oder was man sonst im Garten an Obst und Beeren findet …
Ein frisch angemachter Salat gibt dem Körper genügend Flüssigkeit, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
Später am Abend kann es dann auch etwas vom Grill geben. Doch statt Bratwurst und Steaks können stattdessen Gemüsepäckchen in Alufolie oder Fisch auf den Grill. Im ersteren Falle natürlich selbstgeerntet (Zucchini und Tomaten müssten schon reifen).

Faulenzen ohne Reue

Abschließen möchte ich sagen: bei Hitzewellen im Hoch- und Spätsommer gibt es keinen Grund, sich wegen des exzessiv betriebenen Müßiggangs schlecht zu fühlen. Im Gegenteil, wer seinen Garten bis dahin gut gepflegt hat, darf jetzt die „Früchte seiner Arbeit“ genießen und sollte sich vor einem „muss aber“ hüten.

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