Für mich gehören Stachelbeeren in jeden Garten. Dass sie reineweg nur sauer schmecken ist ein Gerücht, das sich leider bis heute hält.

unreife Hinnonmäki
unreife Hinnonmäki

Bei der Pflanzung hat man die Wahl zwischen Büschen und Hochstämmchen. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Hochstämmchen sind platzsparender und einfacher abzuernten. Dafür tragen sie nicht so reichlich wie Büsche oder Sträucher und vergreisen schneller. Ich habe mich im Garten dennoch für die Hochstämmchenlösung entschieden, weil auch die benachbarten Johannisbeeren Hochstämmchen sind.

Auch wenn man Liebhaber alter Sorten ist, muss man eingestehen, dass die neuen Züchtungen besser (weil unkomplizierter) sind. Der Feind aller alten Stachelbeersorten ist der Mehltau (und vielleicht noch die Stachelbeerwespe). Ganze Ernten gingen früher dadurch verloren. Die neuen Züchtungen sind größtenteils Mehltauresistent, weshalb ich persönlich auf die Sorten Hinnonmäki (rot) und Mucurines (grün) setze. Das ist aber Geschmackssache; Invicta tut es ebenso gut.

Stachelbeeren mögen Sonne und einen nicht zu trockenen Boden. Da sie Flachwurzler sind, müssen sie in Trockenzeiten öfter mal gegossen werden. Die „Baumscheibe“ sollte nicht bepflanzt werden und ab und an eine Düngung mit frischem Kompost vertragen. Sträucher sollten einen Abstand von mindestens 1,20 m zueinander haben, bei Hochstämmchen kann es weniger sein.
Der richtige Schnitt ist eine Wissenschaft für sich und wird von mir in einem extra-Beitrag erläutert. Nur soviel: sie sollten jeder Stachelbeerpflanze 8-12 zwei- und mehrjährige Triebe gönnen.