Kurz vor dem Wintersturm Sabine (in Westeuropa als Ciara bekannt) habe ich mich dem Obstbaumschnitt an den Apfelbäumen gewidmet und mich über sehr frühe Frühblüher gewundert.

Obstbaumschnitt

Obstbäume soll man ja in den Wintermonaten schneiden. Durch den Verlust des Blätterkleides kann man den Aufbau der Krone viel besser erkennen und bewerten. Außerdem hat der Baum seinen Saftfluss heruntergefahren und bekommt es auf diese Weise gar nicht so richtig mit, wenn man ihn verletzt – und jeder Schnitt ist eine Verletzung!

Das Schneiden sollte auch möglichst an einem frostfreien Tag, noch besser in einer frostfreien Periode erfolgen, damit das Holz nicht reißt bzw. splittert und kein Frost in die Wunde eindringen kann.

Die letzten Jahre habe ich immer recht defensiv geschnitten. Das hatte auch damit zu tun, dass beide Apfelbäume von einem der Vorbesitzer viel zu nah gepflanzt wurden. Der Kaiser Wilhelm ist ohnehin sehr wuchsfreudig und erdrückt den kleineren Rewena förmlich.
Ich kann auch nicht so recht in den unteren Etagen ausdünnen, wie man es für einen optimalen Fruchtbesatz tun würde, da beide Bäume auch noch als Hängematten-Aufhängung und Schattenspender fungieren. Aber dieses Mal war ich dann doch eine Spur radikaler in den Entscheidungen, auch wenn die Herrin des Gartens hin und wieder die Augen verdreht hat.

Das großflächige Bestreichen der Schnittwunden mit Baumwachs habe ich unterlassen. Nun noch die Ränder werden glattgeschnitten und vielleicht etwas mit dieser Paste bestrichen.

Ich habe aber wiederholt festgestellt, dass gerade bei noch relativ jungen Bäumen mit zwar ausladenden aber mittleren Ästen eine Baumsäge mit Teleskopverlängerung Gold wert ist. Freistehende Leitern sind mir nicht geheuer und viele Äste tragen mein Gewicht nicht, so dass ich nicht an die Problemstellen gelange. Hier hilft dann wirklich nur eine Astschere mit Kraftübersetzung (bei eher dünneren, schwingenden Ästen) oder eine Astsäge mit Verlängerung. Also habe ich noch eine Aufgabe offen.

Erste Frühblüher grüßen

Es blüht, Freunde der Sonne. Die klassischen Frühblüher des Vor-Frühlings sind längst da. Schneeglöckchen, Winterlinge, Krokusse, Märzenbecher (!) und die ein oder andere Kissenprimel bringen die ersten Farbtupfer auf den Boden. Die Winterlinge werden sogar schon von den ersten Honigbienen besucht und das sind nicht nur ein paar Irrläufer. Es hat ganz vernehmlich gesummt.
Entweder muss ich nachstecken oder die Zeit abwarten, aber im eigenen Garten halten sich – abgesehen von den Winterlingen – die Frühblüher bisher zurück. Bei den Primeln und Traubenhyazinthen sind aber zumindest schon zarte Triebspitzen zu erkennen.

Weitere Arbeiten

Nistkasten vor der Säuberung

Da niemand sagen kann, wie es sich entwickeln wird und man von Kranichpopulationen hört, die den Winter hier ausgeharrt haben – wurde auch gleich mal der Nistkasten gesäubert und wartet auf den Bezug durch Gartenrotschwänze oder anderes Federvieh.

Als sich Sabine dann immer stärker ankündigte (die große Birke knarrte schon recht bedenklich) und meine Leiter unter einem astreinen Rittberger zu Boden zwang, sah ich ein, dass der Naturgewalt nur in gewissem Maße zu trotzen ist und beendete diesen Ausflug in den vorfrühlingshaften Garten

In eigener Sache

Ach ja, gehört nicht unbedingt hierher, aber seit dem Herbsturlaub im letzten Jahr ist meine Kamera im Arsch. Ich kann nur noch mit der Handykamera Photos aufnehmen und hier präsentieren. Die geneigten Leser werden es sehr schnell an der minderen Qualität bemerken. Ich hoffe dennoch, dass dies dem Interesse an dieser Seite und den Gartenberichten darauf keinen Abbruch tun wird.

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