Danke Friederieke, Baummörderin …

Friederieke, der letzte große Sturm, der über Deutschland hinwegging – hat auch bei mir für Schäden gesorgt: Der nachbarliche Flieder, aufgrund seines hohen Alters zu einem stattlichen Baum herangewachsen, war dem Sturm nicht gewachsen und so knickte der Hauptstamm weg – und zwar in meinen Garten!

Gottseidank keine größeren Schäden und der Stamm war dann sogar mit der Handsäge (im Winter lagere ich das gute Werkzeug zuhause ein) schnell kleingemacht.

In den Querschnitten konnte ich optisch keine Erkrankung feststellen, aber im Wurzelbereich sah alles etwas brüchig aus. Da war dann auch die Sollbruchstelle, wenn man so will.
Auf meinen Photos habt ihr mal Gelegenheit, das sehr interessante Fliederholz zu betrachten. Welch klar abgetrennten Farbunterschiede, Wachstumsringe gut erkennbar, kleinporiges Holz – ich bin mir sicher, dass man damit noch arbeiten kann. Schließlich soll Friederiekes Opfer nicht umsonst gestorben sein.
Aus dem Geäst will ich dann einen Totholzhaufen bauen, der Heimstatt für Bienen, Hummeln und andere Insekten wird.

Ansonsten zeigte sich der Garten zu diesem Zeitpunkt (25. Januar) in Teilen sehr Vor-Frühlingshaft. Schneeglöckchen draußen, Winterlinge und ein Dutzend Kissenprimeln am Blühen und auch die Triebe mancher Narzissen guckten schon mehrere Zentimeter aus dem Boden.

Wie es aussieht, kommt das dann doch alles etwas zu früh, da die Temperaturen in den letzten Tagen wieder stetig gesunken sind. Laut den Wetterfröschen erwarten wir noch Frost.

Tomatenanzucht

Im Garten ist also noch nicht wirklich was zu machen, aber die Fensterbrett-Saison (wie ich sie nenne) hat eindeutig begonnen. Ich blättere meinen VERN Samenkatalog durch und überlege, zu welchen Tomatensorten ich dieses Jahr greifen soll. Im Februar werde ich dann erste Anzuchtversuche unternehmen. Die Pflänzchen sollen langsam wachsen und sich akklimatisieren. Im Mai können sie dann nach draußen.

Ob ich weitere Sorten von Obst, Gemüse oder Blumen vorziehe, muss ich mir noch überlegen.

Flieder – Duft und Augenfreuden im Mai

Der Mai ist prädestiniert für den Flieder und die Freuden, die er bereitet.

Ich habe mal ein paar Photos zusammengetragen, was sich bei meinem Flieder so getan hat. Wir haben ja nur eine Sorte: klassisch fliederfarben. Die Bilder vom weißen Flieder stammen vom Nachbargarten. Ich habe auch den Eindruck, dass der weiße Flieder länger blüht.

Ach ja, noch was (bevor jemand fragt): wenn ihr meint, einige der Bilder sehen etwas nachbearbeitet und auch sehr verkitscht aus – Flieder ist nun mal per se der reine Kitsch 🙂

Den verblühten Flieder schneiden

Lange Zeit kein Lebenszeichen – aber jetzt bin ich wieder da.

Mehrere schlaue Gartenmenschen haben mir den Rat gegeben, die verblühten Blütenstände des Flieders abzuschneiden (der diese Saison übrigens sehr üppig geblüht hat). Was ich dann auch getan habe. Schließlich hört man ja auf so Garten-Gurus.

Wenn die Äste noch jung und biegsam sind, ist das kein Problem. Man biegt einfach so einen Trieb um und hält ihn während des Schnitts am Ende fest (damit er nicht doch reißt). Bei älteren Sträuchern stzelle ich mir das schwieriger vor, aber wir verjüngen unseren Flieder regelmäßig.

Was es dem Flieder bringen soll? Keine Ahnung. Wir werden sehen.

Und ja, das im Bild ist eine Felco Schere. Nicht kaputtzukriegen.